„Robusta“ - auch bei Schülern beliebt

Die Anforderungen an Behandlungsliegen im Schuleinsatz sind besonders hoch: Als Beispiele für ein vorbildliches Arbeitsgerät sollen sie den angehenden Masseuren und Physiotherapeuten angenehmes und schmerzfreies Arbeiten ermöglichen – und außerdem intuitiv zu handhaben sein, robuste und unsanfte Benutzung aushalten und selbstverständlich vielfältig einsetzbar sein. In der physiotherapeutischen Aus- und Fortbildung werden daher häufig Liegen mit hydraulischem Antrieb eingesetzt.

„In der Ausbildung werden Behandlungsliegen besonders stark beansprucht“, weiß Jutta Gissler, Geschäftsführerin der Özpinar Therapiegeräte GmbH aus Biberach im Schwarzwald, „deshalb empfehle ich den hydraulischen Antrieb: damit das wichtigste Arbeitsgerät belastungsfähig ist und auch Fehlbedienungen erträgt.“ Für ein physiologisches und rückengerechtes Arbeiten und die Gesundheit des Therapeuten ist die richtige Höhe des Patienten entscheidend, weshalb der Antrieb zum Verstellen der Liege ein stark beanspruchtes Bauteil ist. „Daher fragen vor allem Schulen und Ausbildungsbetriebe Behandlungsliegen mit hydraulischer Höhenverstellung stark nach, denn die sind besonders robust“, erklärt die Geschäftsführerin. Alexander Schul, Produktbereichsleiter Montage- und Antriebstechnik beim Lieferanten ROEMHELD, bestätigt: „Die Hydraulikpumpen sind sehr zuverlässig, da gibt es kaum Reklamationen.“

Hydraulik ist besonders belastbar

Im Vergleich zu elektrischen Antrieben sind hydraulische Aktuatoren besonders langlebig und nahezu wartungsfrei. Außerdem werden keine Stromanschlüsse benötigt, so dass es auch keine störenden Kabel gibt, die in Praxen und Schulen ohne Bodensteckdosen schnell zur Stolperfalle werden können. „Manche Therapeuten und Behandlungsmethoden bevorzugen die Hydraulik zudem, weil sie nicht surrt, sondern absolut lautlos ist und außerdem keine Energieflüsse die Behandlung stören können“, fasst Gissler ihre Erfahrungen zusammen. Rund ein Drittel der Liegen, die Özpinar verkauft, haben hydraulischen Antrieb, der Rest wird elektrisch betätigt.

Breites Sortiment bis hin zu kompletten Praxiseinrichtungen

Abnehmer von Behandlungsliegen mit hydraulischen Antrieben sind neben selbstständigen Physiotherapeuten und Heilpraktikern häufig Ärzte, Schulen und Kliniken. Jutta Gissler, die Özpinar 2006 übernahm, hat das Unternehmen seitdem zu einem Praxisausrüster mit 27 Mitarbeitern und 2012 einem Umsatz von ca. 3,3 Mio. € entwickelt. Rund 1.450 Therapieartikel führt die Firma in ihrem Online-Shop, die mit eigenem Fuhrpark in ganz Deutschland ausliefert werden. In der Schweiz und in Österreich arbeitet Özpinar mit Partnern zusammen.

Das Angebot reicht bis hin zu kompletten Praxiseinrichtungen, die von eigenen Monteuren vor Ort eingebracht und montiert werden. Mit einem Erlösanteil von sechzig bis siebzig Prozent bilden Liegen den Schwerpunkt des stetig wachsenden Unternehmens, das 2013 mit dem Neubau von Verwaltung und Fertigung in unmittelbarer Nähe des jetzigen Standortes weiter expandiert.

Langlebige Qualität und attraktive Preise

Das Erfolgsgeheimnis von Özpinar ist Gissler zufolge „langlebige und hochwertige Qualität zu attraktiven Preisen und ein guter und schneller Service. Unser Standardmodell ‚Select’ ist bereits am Tag nach der Bestellung versandbereit.“ Dazu kommt eine breite Auswahl, die dem Kunden zahlreiche Möglichkeiten bietet, ein Produkt nach seinen eigenen Vorstellungen zu konfigurieren: So gibt es allein bei den Liegen bis zu dreißig Varianten, die mit etwa siebzig verschiedenen Lederbezügen erhältlich sind.

Verbesserungen schnell umsetzbar

Derart stark auf die individuellen Wünsche ihrer Abnehmer eingehen kann Özpinar nur, weil der größte Teil der Fertigung im eigenen Unternehmen erfolgt. Von der Produktentwicklung über die Schlosserei, Schweißerei und Näherei bis hin zu Polsterei und Montage befinden sich alle wichtigen Abteilungen im eigenen Haus, lediglich die Pulverbeschichtung der Metallgestelle erfolgt bei einem Partner. Auch für die Qualität ihrer Produkte sieht Gissler in der hohen Fertigungstiefe Vorteile: „Dadurch haben wir stets alle Fertigungsschritte im Blick und können Verbesserungen schnell umsetzen.“

So geschah es auch bei den Hydraulikpumpen, die Özpinar einsetzte, als Jutta Gissler das Unternehmen 2006 übernahm: „Der Hub reagierte zu stark lastabhängig, außerdem fand ich, dass das Öl zu laut gluckerte.“ Ihre Vorschläge stießen beim Lieferanten ROEMHELD aus dem hessischen Laubach auf offene Ohren: Nach mehreren Besprechungen glättete der Anbieter verschiedene Flächen an Kolben und Pumpe des Hydraulikantriebs, änderte einzelne Konturen und passte das Stromregelungsventil derart an, dass die Hubbewegung jetzt gleichmäßiger und sanfter verläuft und das Öl geräuschlos fließt.

Hydraulik mit vielen Optionen

Der von Özpinar verwendete Hydraulik-Antrieb „RH 1250“ von ROEMHELD mit einem Hub von 200 mm oder 250 mm besteht aus einem Öldruckkolben, der in einem kompakten und wartungsfreien Aluminium-Gehäuse aus nicht rostendem Stahl gekapselt ist. Gegen Korrosion, Reinigungs- und Desinfektionsmittel ist er unempfindlich. Lieferbar sind verschiedene Ausstattungsvarianten mit Hublängen zwischen 140 mm und 250 mm, für eine Betätigung über Fuß- oder Handhebel, mit Druck- oder Drehablass und wahlweise zur Gabel- oder Flanschbefestigung. Hergestellt wird der „RH 1250“ „made in Germany“ am Stammsitz von ROEMHELD im hessischen Laubach. Weitere Produktionsstätten befinden sich in Hilchenbach bei Siegen und im österreichischen Götzis.

Neben der Antriebstechnik umfasst das Produktsortiment des weltweit renommierten Spanntechnikspezialisten ROEMHELD industrielle Fertigungs-, Montage- und Spanntechnik für die produzierende Industrie. 450 Mitarbeiter erzielten 2012 einen Umsatz von rund 88 Mio. Euro. Der Marktführer ist mit Vertriebs- und Servicegesellschaften in mehr als 50 Ländern auf allen Kontinenten vertreten.

Liegen dienen auch als Schreibtisch

Oft wird in Schulen und Akademien das Liegenmodell „Robusta“ mit einem verlängerten Kopfteil eingesetzt, das sich, wie auch das Fußteil, über Gasdruckfedern stufenlos verstellen lässt. Dank eines speziell geformten Fußbügels kann die Liegefläche nicht nur, wie sonst üblich, von der Fußseite, sondern genauso leicht von den beiden Längsseiten her bedient werden. Besonders wichtig ist den Verantwortlichen das Thema „Stabilität“, so Gissler: „Manchmal sitzen oder stehen die Schüler auf den ‚Robusta’-Liegen, da bin ich froh, dass diese ihrem Namen alle Ehre machen.“ Da der Pflege- und Wartungsaufwand gering ist, sind die Reinigungskräfte und die für die Instandhaltung häufig verantwortlichen Hausmeister ebenfalls zufrieden. Und auch bei den Schülern ist „Robusta“ beliebt, wie die Geschäftsführerin bei Kundenbesuchen erlebt hat: „Nach den Therapieübungen lassen sie die Liegen einfach stehen und nutzen sie als Schreibtische.“

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