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Drehdurchführungen

Ungesteuerte und gesteuerte Drehdurchführungen

ungesteuert: 1- bis 6-adrig

gesteuert: Be- und Entladen in einer oder zwei Stationen

Nennweite: NW5
Anschlüsse: G1/4
max. Betriebsdruck: 250 / 500 bar

Baureihe Katalogblatt Technische Basisdaten
F9.280-1
F9.280-1
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F9.280 Drehdurchführungen, einadrig

 

ein-, zwei-, vier- und sechsadrig

ohne/mit Leckölrückführung

max. Betriebsdruck 250/500 bar

Einadrige Winkel- und Axialgelenke
Zulässige Dauerdrehzahl: 10 min-1
Anlaufmoment: ca. 1,2 Nm
Anschlüsse: G1/4 und RohrØ 8 mm
Anzugsmoment: 55 Nm
Betriebsdruckbereich: 10 .. 500 bar

F9.280-2
F9.280-2
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F9.280 Drehdurchführungen, 2-adrig

 

ein-, zwei-, vier- und sechsadrig

ohne/mit Leckölrückführung

max. Betriebsdruck 250 / 500 bar

Ausführung: ungesteuert, 2-adrig
Nennweite: NW5
zulässige Dauerdrehzahl: bis zu 85 min-1
Leckölmenge: 40 cm3/100h
Anschlüsse: G1/4
Betriebsdruckbereich: 10 .. 500 bar

F9.281-2
F9.281-2
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F9.281 Drehdurchführungen kugelgelagert, 2-adrig

 

zwei-, vier- und sechsadrig

NW5

max. Betriebsdruck 500 bar

Ausführung: ungesteuert, 2-adrig
Nennweite: NW5
zulässige Dauerdrehzahl: bis zu 125 min-1
Drehzahl Kurzzeitbetrieb: 500 min-1
Leckölmenge: 25 cm3/100h
Anschlüsse: G1/4
max. Betriebsdruck: 500 bar

F9.280-4
F9.280-4
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F9.280 Drehdurchführungen, 4-adrig

 

ein-, zwei-, vier- und sechsadrig

ohne/mit Leckölrückführung

max. Betriebsdruck 250 / 500 bar

Ausführung: ungesteuert, 4-adrig
Nennweite: NW5
zulässige Dauerdrehzahl: bis zu 50 min-1
Leckölmenge: 60 cm3/100h
Anschlüsse: G1/4
Betriebsdruckbereich: 10 .. 500 bar

F9.281-4
F9.281-4
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F9.281 Drehdurchführungen kugelgelagert, 4-adrig

 

zwei-, vier- und sechsadrig

NW5

max. Betriebsdruck 500 bar

Ausführung: ungesteuert, 4-adrig
Nennweite: NW5
zulässige Dauerdrehzahl: bis zu 50 min-1
Drehzahl Kurzzeitbetrieb: 200 min-1
Leckölmenge: 30 cm3/100h
Anschlüsse: G1/4
max. Betriebsdruck: 500 bar

F9.280-6
F9.280-6
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F9.280 Drehdurchführungen, 6-adrig

 

ein-, zwei-, vier- und sechsadrig

ohne/mit Leckölrückführung

max. Betriebsdruck 250 / 500 bar

Ausführung: ungesteuert, 6-adrig
Nennweite: NW5
zulässige Dauerdrehzahl: bis zu 35 min-1
Anschlüsse: G1/4
Betriebsdruckbereich: 10 .. 500 bar

F9.281-6
F9.281-6
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F9.281 Drehdurchführungen kugelgelagert, 6-adrig

 

zwei-, vier- und sechsadrig

NW5

max. Betriebsdruck 500 bar

Ausführung: ungesteuert, 6-adrig
Nennweite: NW5
zulässige Dauerdrehzahl: bis zu 32 min-1
Drehzahl Kurzzeitbetrieb: 125 min-1
Leckölmenge: 30 cm3/100h
Anschlüsse: G1/4
max. Betriebsdruck: 500 bar

F9.290
F9.290
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F9.290 Gesteuerte Drehdurchführungen

 

Nennweite 5

max. Betriebsdruck 500 bar

Anzahl der Stationen: 5 .. 10
Nennweite: NW5
Anschlüsse: G1/4

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Bild 1: Schnittbild 4-adrige kugelgelagerte Drehdurchführung F9.281









 
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Bild 2: Rohranschluss - Befestigung am Gehäuse
 
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Bild 3: Rohranschluss - Befestigung am Flansch des Drehkolbens
 
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Bild 4: Anschluss mit gebohrten Kanälen
 
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Bild 5: Belegung mit Luft und Öl
 
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Bild 6: Zusätzliche Ebene bei der Belegung mit Luft und Öl
 
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Bild 7: Be- und Entladen in einer Station
 
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Bild 8: Be- und Entladen in zwei Stationen, gemeinsam angesteuert
 
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Bild 9: Be- und Entladen in zwei Stationen, separat angesteuert
 

Drehdurchführungen F 9.280 und F 9.281 (kugelgelagert) (Bild 1)

Einsatz
Drehdurchführungen übertragen flüssige oder gasförmige Medien von einem stationären auf ein drehendes oder schwenkendes Maschinenteil.
Die wichtigsten Einsatzgebiete sind:
• Schwenkbare Vorrichtungen, die mit Schlauchleitungen nicht zu verbinden sind.
• Umlaufende Vorrichtungen, die mit einer bestimmten Drehzahl rotieren.
• Rundschalttische und Wendespanner, die in einer Drehrichtung über 360 Grad hinaus takten
• Maschinentische, die Schwenkbewegungen in beide Richtungen ausführen

Beschreibung
Die Ölzuführung am Gehäuse erfolgt über radiale Rohranschlüsse, die in umlaufenden Nuten des Drehkolbens münden. Von dort wird das Hydrauliköl durch axiale Bohrungen nach oben geführt. Der Rohranschluss am Drehkolben ist wahlweise axial oder radial möglich.
Alternativ ist eine Flanschausführung mit O-Ring-Abdichtung lieferbar.
Das Anlaufdrehmoment wird durch folgende Maßnahmen reduziert:
• Der Drehkolben ist kugelgelagert.
• Die Dichtungslaufflächen sind nitriert, geschliffen und poliert.
• Die Spezialdichtungen sind sehr reibungsarm und abriebfest.
Eine Radialwellendichtring schützt das Innere vor Schmutz und Kühlemulsion.
Am Leckölanschluss kann die geringe Leckölmenge kontrolliert abgeführt werden.

Wichtige Hinweise (Bild 2-4)
Die Befestigung erfolgt genau in Achsrichtung entweder am Gehäuse oder am Flansch des Drehkolbens. Das fest angeschraubte Teil kann mit Rohrleitungen angeschlossen werden. Zur Drehmomentaufnahme wird das andere Teil mit einem Mitnehmer verbunden, der genügend Bewegungsfreiheit zulässt und einen Zwangszustand sowie Axialkräfte vermeidet. Deshalb müssen hier auch Hochdruckschläuche statt Rohrleitungen verwendet werden.
Der Leckölanschluss am Gehäuse darf nicht verschlossen werden, um Funktionsstörungen zu vermeiden.

Hydraulikeinsatz
Als Druckmedium ist Hydrauliköl HLP nach DIN 51524-2 vorgeschrieben. Bei anderen Medien bitte rückfragen.
Die Diagramme auf den Katalogblättern zeigen das Anlaufmoment und die zulässige Dauerdrehzahl in Abhängigkeit des Betriebsdruckes.
Wird die Drehdurchführung an der Leistungsgrenze betrieben (Druck + Drehzahl), muss auf ausreichende Zufuhr von Kühlluft geachtet werden (siehe Technische Daten).

Pneumatikeinsatz
Voraussetzung für den Pneumatikeinsatz ist geölte und wasserfreie Druckluft. Damit sind Drehzahlen bis 10 U/min möglich. Ein Dauerbetrieb mit konstant hoher Drehzahl ist nicht zulässig, weil die Dichtungen mangels Schmierung zu heiß werden.

Hydraulik und Pneumatik (Bild 5-6)
Die gemischte Belegung der einzelnen Kanäle ist möglich, z.B. Luft – Öl – Öl - Luft:
siehe Bild 5

Dabei ist zu beachten:
1. Das Lecköl der Hochdruck-Dichtungen kann in den benachbarten Luftkanal eindringen.
2. Ist der Hydraulikdruck niedriger als der Luftdruck, diffundiert Luft in den benachbarten Hydraulikkanal, was zu Funktionsstörungen führen kann (Luft im Öl).
Wir empfehlen deshalb, die unterschiedlichen Medien durch eine dazwischen liegende Leckölebene zu trennen: siehe Bild 6

 

 

Gesteuerte Drehdurchführungen F 9.290 (Bild 7-9)

Beschreibung
Gesteuerte Drehdurchführungen werden verwendet, wenn auf Rundschalteinrichtungen mehrere Vorrichtungen mit Drucköl versorgt werden müssen. Voraussetzung ist, dass das Spannen und Entspannen immer an derselben Stelle erfolgt und die Vorrichtungen gleichmäßig auf der Drehplatte verteilt sind.
Das Spannen und Entspannen erfolgt durch 1 bzw. bei doppelt wirkenden Zylindern durch 2 Stück 3/2-Wegeventile, welche außerhalb der Dreheinrichtung angeordnet sind.  Da in der entspannten Stellung ständig etwas Lecköl in den Rücklauf austritt, wird bis zu einem Betriebsdruck von 200 bar die Verwendung eines Speichers empfohlen, über 200 bar ist der Speicher notwendig.

Wichtige Hinweise
Drehdurchführungen dürfen nur mit Hydrauliköl betrieben werden. Die Drehdurchführung muss auf allen Ebenen mit dem Druckerzeuger verbunden sein, um eine ausreichende Dichtungsschmierung zu gewährleisten.

Ausführungen

  • Be- und Entladen in einer Station (Bild 7)
  • Be- und Entladen in zwei Stationen, gemeinsam angesteuert (Bild 8)
  • Be- und Entladen in zwei Stationen, separat angesteuert (Bild 9)
 
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Bild 1: Gesteuerte Drehdurchführung F9.290 an einer Rundtaktmaschine mit 12 Stationen
 
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Bild 2: Gesteuerte Drehdurchführung F9.290 mit 8 Stationen für einfach wirkende Schwenkspanner.
 
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Bild 3: Stützlager mit hydraulischer Klemmung
 
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Bild 4: Drehdurchführung in Kombination mit einem automatischen Kupplungssystem.
 

Gesteuerte Drehdurchführung F9.290 (Bild 1)
an einer Rundtaktmaschine mit 12 Stationen

 

 

 



Gesteuerte Drehdurchführung F9.290 (Bild 2)
mit 8 Stationen für einfach wirkende Schwenkspanner.
Anwendung in einem Mehrspindelautomat mit vier Stationen zur Bearbeitung von Aludeckeln. Die vier nicht benötigten Anschlüsse der Drehdurchführung werden verschlossen.

 

 

Gesteuerte Drehdurchführung F9.290 (Bild 3)
Stützlager mit hydraulischer Klemmung und integrierter
Druckölzuführung über gesteuerte Drehdurchführung.

 


Gesteuerte Drehdurchführung F9.290 (Bild 4)
Drehdurchführung in Kombination mit einem automatischen Kupplungssystem.